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Ohrenkorrektur - Mit welchen Komplikationen ist zu rechnen?

Trotz größter Sorgfalt können während oder nach dem Eingriff vereinzelt Zwischenfälle auftreten. Zu nennen sind:

  • stärkere Schmerzen nach der Operation, die auf einen zu engen oder verrutschten Verband oder auf das Entstehen eines Blutergusses hinweisen können. In diesen Fällen ist eine ärztliche Kontrolle dringlich. Ein größerer Bluterguß kann eine Nachoperation erforderlich machen;
  • vorübergehende Störung der Berührungsempfindlichkeit im Bereich des Hautschnittes, die nach einiger Zeit von selbst verschwindet;
  • Störungen der Narbenbildung; anlagebedingt können dicke, wulstige, verfärbte, schmerzhafte und juckende Narben (Narbenwucherung, Keloid) entstehen. Eine rechtzeitige Behandlung von Narbenveränderungen (sobald sie bemerkt werden) hilft meist eine Korrekturoperation zu vermeiden. Da die Narbe hinter dem Ohr verläuft, ist sie normalerweise jedoch kaum zu sehen;
  • Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Fäden, mit denen der Knorpel/die Wunde vernäht wurde-, das Nahtmaterial tritt dann nach einigen Wochen zur Hautoberfläche durch;
  • selten Infektionen der Wunde oder des Ohrknorpels; hierdurch kann die Wundheilung verzögert werden, als Folge können Veränderungen der Ohrform auftreten, die den Erfolg des Eingriffes stark einschränken;
  • sehr selten Untergang von Haut oder Knorpelkanten oder von Knorpel durch Störungen der Blutversorgung-, das Risiko ist erhöht, wenn bereits früher Eingriffe am äußeren Ohr durchgeführt wurden. Meist heilen diese Stellen spontan ab. Operative Defektdeckungen sind sehr selten erforderlich;
  • sehr selten Einengung der Gehörgangsöffnung;
  • selten Druckschäden an Nerven und Weichteilen infolge der Lagerung bei der Operation, sie bilden sich meist innerhalb weniger Wochen zurück; in Einzelfällen können jedoch Beschwerden (Taubheitsgefühl oder Narben) zurückbleiben. Das gilt auch für Hautschäden durch Desinfektionsmittel und/oder elektrischen Strom;
  • Nachblutungen; evtl. wird eine operative Blutstillung in einem zweiten Eingriff notwendig.

 

 

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