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Facelift - Welche Komplikationen und Nebenwirkungen können auftreten?

Nach dem Eingriff muss mit stärkeren Schwellungen gerechnet werden. Durch eine Nachblutung kann sich die Schwellung vergrößern und länger andauern. Eine stärkere Nachblutung erfordert unter Umständen einen erneuten Eingriff.

Wundheilungsstörungen (z.B. infolge von Infektionen) erfordern eine örtliche Behandlung, gelegentlich eine zusätzliche Einnahme von Medikamenten (Antibiotika). In Einzelfällen kann sich eine Nachoperation empfehlen.

Ernährungsstörungen des abgelösten Gewebes können, insbesondere bei Rauchern, zum Absterben von Gewebe (Nekrose) führen. Es entstehen Narben, die zwar meist, aber nicht immer durch Korrektureingriffe verbessert werden können.

Bei normaler Wundheilung werden die anfangs geröteten und verhärteten Narben im Laufe der Zeit meist blaß und zart. Die Narben hinter dem Ohr neigen eher dazu, zu verdicken und breiter zu werden, weil sie hier entgegen den normalen Spannungslinien der Haut verlaufen.

Im Bereich der Narben ist ein dauerhafter Haarausfall möglich. Bei manchen Patienten reagiert die Haut auf Verletzungen mit übermäßiger Narbenwucherung (hypertrophe Narbe, Narbenkeloide). Solche Narben können schmerzhaft sein und ästhetisch stören. Mit einer Reihe von Behandlungsmaßnahmen, gegebenenfalls auch mit einer Korrekturoperation, lassen sich störende Narben jedoch meist verbessern.

Allgemeine Operationsrisiken, wie die Bildung von Blutgerinnseln (Thrombose) und ihre Verschleppung mit Verschluß eines Blutgefäßes (Embolie), sind bei diesem Eingriff sehr selten.

Mögliche zusätzliche Komplikationen beim oberen Facelift (Stirnlift):

Vor allem, wenn auch die seitliche Schläfenregion mitkorrigiert wird, kann der Stirnast des Gesichtsnerven verletzt werden; eine zeitweise, selten eine dauerhafte Lähmung der Stirnmuskulatur führt dann dazu, daß die Stirn auf der betroffenen Seite nicht mehr gerunzelt werden kann, und die Braue absinkt. Sind Muskeln im Bereich der Zornesfalte bzw. der Stirnfaltenmuskulatur verblieben, so kann es zu einer neuen Ausbildung der Falten kommen.

Mögliche zusätzliche Komplikationen beim unteren Facelift:

Wurde die gesamte Gesichts- und Halshaut abgelöst, kommt es oft zu einer erheblichen Schwellung und zu einem Spannungsgefühl, das hinter den Ohren besonders intensiv empfunden wird; die abgelöste Haut ist zunächst nur wenig berührungsempfindlich. Diese Erscheinungen bilden sich in aller Regel innerhalb weniger Wochen zurück.
Durch die ausgedehnte Ablösung der Haut können sich in den darunter liegenden Gewebeschichten strangförmige Narben bilden.
Die Straffung der Gesichtshaut hat eine gewisse Verlagerung des Haaransatzes zur Folge (im Bereich der seitlichen Stirn und Schläfe nach hinten, im Bereich vor und hinter dem Ohr nach oben). Vermeiden lässt sich dies nur durch zusätzliche Schnitte vor dem Ohr oder bei Patienten mit geeigneter Stirnhöhe und Frisur, die es erlauben, die gesamte Schnittführung entlang der Stirn-Schläfenhaargrenze zu legen.

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