Fettabsaugung
Die chirurgische Absaugung von Fettgewebe dient dazu, überschüssige Fettpolster an verschiedenen Stellen des Körpers zu beseitigen und damit zu einer dauerhaften Formverbesserung beizutragen.
Am geeignetsten sind die Fälle, bei denen es sich um isolierte Fettpolster bei sonst normaler Figur handelt, wie z.B. bei der sogenannten Reithosenfettsucht. Hier bestehen angeborene, typbedingte Fettansammlungen an den Außenseiten der Oberschenkel und Hüften, z.T. auch an den Innenseiten und an den Knien, die selbst durch intensive Gewichtsabnahme nicht zu beseitigen sind, sondern im Gegenteil meist zu einer optischen Verstärkung des Mißverhältnisses zwischen Ober- und Unterleib führen.
Nicht selten leiden diese Patienten darunter, dass sie beim Kleiderkauf zwei unterschiedliche Größen benötigen, und viele fühlen sich nicht in der Lage, Hosen oder einen Badeanzug zu tragen, oder sich sportlich zu betätigen.
Auch andere Problemzonen sind für die Fettabsaugung geeignet: Doppelkinn, Brustansatz bei Männern (Gynäkomastie), Fettrollen an den Flanken und Hüften, an Bauch, Gesäß, Waden und Fesseln. Die Behandlung einer allgemeinen Fettleibigkeit durch Fettabsaugung dagegen ist nicht zu empfehlen, weil sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zu dem erhofften Ergebnis führen würde. In der Regel ist der Erfolg einer Fettabsaugung nicht auf der Waage, sondern nur mit dem Zentimetermaß abzulesen!
Fettabsaugung - Operationsverfahren
Von kleinen, ca. 0,5 cm langen Einschnitten aus wird das überschüssige Fettgewebe unter der Haut mit speziell dafür konstruierten Metallröhren mit einer starken Vakuumpumpe abgesaugt. Entscheidend für den dauerhaften Erfolg dieser Operationsmethode ist die Tatsache, dass dabei das Übermaß an Fettzellen -also echtes "Gewebe"- entfernt wird, das die Laune der Natur an manchen Körperstellen im Übermaß verteilt hat.
Im Gegensatz dazu steht die Gewichtsabnahme durch Diät o.ä., bei der die vorhandenen Fettzellen nur schrumpfen und sich bei übermäßiger Kalorienzufuhr wieder genauso ausdehnen, wie zuvor. Grundsätzlich können mehrere Körperregionen in einem Eingriff behandelt werden, wenn die Gesamtfettmenge dabei nicht zu groß wird und damit ein untragbares Risiko entstehen würde.
Die Operation dauert je nach der Ausdehnung des Befunds zwischen einer halben und zwei Stunden und erfolgt meist in Vollnarkose, die ein erfahrener Facharzt für Anästhesie durchführt. Bei kleineren Problemzonen kann der Eingriff auch in örtlicher Betäubung und ambulant erfolgen.

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