Brustverkleinerung
Zu große Brüste können durch die einseitige Belastung der Wirbelsäule zu starken Rücken- und Schulterschmerzen führen, bei sportlicher Betätigung beeinträchtigen und zu schweren Hemmungen Anlass geben, so dass manche betroffene Frauen nicht mehr ins Schwimmbad, zum Tanzen o.ä. gehen. Auch die tiefen Einschnitte der Büstenhalterträger können Beschwerden verursachen.
Angeborene Größenunterschiede der Brüste sind nicht selten eine schwere psychische und auch körperliche Belastung für die betroffene Patientin.
Auch eine Erschlaffung des Brustgewebes durch Schwangerschaften, Gewichtsabnahme oder "Bindegewebsschwäche" kann so sehr als störend empfunden werden, dass eine Straffungsoperation angebracht ist.
Brustverkleinerung - Behandlungsmethoden
Nahezu ausschließlich verwende ich die moderne narbensparende Technik nach "Lejour". Hierbei verläuft die resultierende Narbe um den Warzenhof und von dort aus senkrecht nach unten zur Brustumschlagsfalte, dagegen nicht mehr entlang der Umschlagsfalte selbst, wo in der Regel mit den Narben die größten Probleme entstehen können.
Bei der Verkleinerung wird an der Brustunterseite überschüssiges Brustdrüsengewebe, Fett und Haut weggeschnitten, bei der Straffung nur etwas Haut.
Der Brustwarzenkomplex wird zusammen mit dem Gewebe nach oben verschoben. Dabei wird meistens der Warzenhof verkleinert und behält seine Nervenversorgung. Die Stillfähigkeit bleibt in der Regel erhalten.
Brustverkleinerung - Operation
Die Operation dauert etwa 80 Minuten und erfolgt in Vollnarkose, die eine erfahrene Fachärztin für Anästhesie durchführt.
Alle Nähte werden intracutan gelegt, d.h. in der Haut versenkt, so dass später keine Stichkanäle zu sehen sind. In den meisten Fällen wird in die Wundhöhle ein dünner Plastikschlauch eingelegt, der sich bildendes Wundwasser oder nachsickerndes Blut abfließen lassen soll. Diese Drainagen werden nach 2 Tagen entfernt, dann kann auch die Entlassung erfolgen.
Fakten
- OP Dauer / Narkose:
ca. 3 Std. / Vollnarkose - Klinikaufenthalt:
2 Tage - Nachbehandlung:
Tragen eines speziellen BHs, sportlichen Aktivitäten sind für 4 - 6 Wochen zu vermeiden. - Gesellschaftsfähig:
Nach Entlassung ohne Einschränkung
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